Winterreifen im Test

Stiftung Warentest und ADAC haben gemeinsam Reifen getestet

17.10.2009 Yana Bandarmalieva

Die Stiftung Warentest hat gemeinsam mit dem ADAC 34 Winterreifen auf Qualität getestet. Zwölf wurden als gut eingestuft, fünf erhielten die Note mangelhaft.

Die Stiftung Warentest hat zwei Klassen von Winterreifen auf Schnee, Nässe und Matsch getestet: Reifen der Größe 185/60 R14T und Reifen der Größe 205/55 R16H. Die 185er Reifen passen auf Kleinwagen wie VW Polo oder Renault Clio, die 205er Reifen dagegen auf Kompakt- und Mittelklasseautos wie den Audi A4, BMW 3er, Opel Astra oder VW Golf. Mit dem ADAC gemeinsam hat die Stiftung Warentest 34 Winterreifenmodelle überprüft. Zwölf von ihnen bekamen am Ende die Gesamtnote Gut. 17 erhielten ein Befriedigend, und fünf wurden im Test als Mangelhaft eingestuft.

Die besten Winterreifen der Größe 185/60 R14T im Test

Bei den 185er-Reifen haben der Continental WinterContact TS 800, der Fulda Montero 3 und der Vredestein Snowtrac 3 am besten abgeschnitten. Alle drei erhielten die Note Gut (2,3). Alle drei Modelle wurden ebenfalls für Umwelteigenschaften ebenfalls mit gut ausgezeichnet.

  • Der Continental WinterContact TS 800 (durchschnittlicher Preis 69 Euro) fährt gut auf Nässe und Schnee. Die Leistung des Reifens ist dagegen nur befriedigend auf trockener und vereister Fahrbahn.
  • Der Fulda Montero 3 (57 Euro) wurde als gut bei Schnee, Regen und trockenem Wetter eingestuft. Auf Eis erhielt er die Bewertung befriedigend.
  • Der dritte Reifen im Rennen, der Vredestein Snowtrac 3 (66 Euro), zeigt eine gute Leistung bei Nässe und Schnee, auf trockener und vereister Fahrbahn erzielte er das Urteil befriedigend.

Ebenfalls mit der Note Gut (2,5) wurden diese Reifenmodelle für Kleinwagen bewertet: Bridgestone Blizzak LM 30, Dunlop SP Winter Response und Goodyear UltraGrip 7+.

Die besten Winterreifen der Größe 205/55 R16H im Test

Der Continental WinterContact TS 830 mit der Note Gut (2,3) sowie der Goodyear UltraGrip 7+ und der Tecar Super Grip 7, die beide die Note Gut (2,4) erhielten, sind die am besten getesteten 205er-Winterreifen.

  • Der Continental WinterContact TS 830 (durchschnittlicher Preis 121 Euro) wurde im Test als gut auf Nässe, Schnee und bei den Umwelteigenschaften eingestuft. Eine befriedigende Leistung zeigte der Reifen auf trockener und vereister Fahrbahn.
  • Der Goodyear UltraGrip 7+ (112 Euro) ist ebenfalls gut auf Nässe und Schnee, aber nur befriedigend bei trockenem und eisigem Wetter sowie bei seinen Umwelteigenschaften.
  • Der Tecar Super Grip 7 (102 Euro) wurde im Test wie der Continental WinterContact als gut auf Nässe, Schnee und bei den Umwelteigenschaften eingestuft. Auch dieser Reifen zeigte eine befriedigende Leistung auf trockener und vereister Fahrbahn.

Die Note Gut (2,5) erhielten außerdem diese Reifenmodelle für Kompakt- bis Mittelklassewagen: Dunlop SP Winter Sport 3D, Maloya Davos und Michelin Primacy Aloin PA3.

Die schlechtesten Winterreifen der Größe 185/60 R14T im Test

Bei den Tests haben vor allem Reifen billiger Marken wie Marangoni und Federal schlecht abgeschnitten. Das Qualitätsurteil hier sei eindeutig mangelhaft, schreibt die Stiftung Warentest.

  • Der Marangoni 4 Winter (durchschnittlicher Preis 44 Euro) mit der Note Mangelhaft (4,9) fährt noch am besten auf Schnee, ansonsten hat er nicht viel zu bieten.
  • Das Gleiche gilt für den Sava Eskimo S3 (53 Euro), der ebenfalls die Note Mangelhaft (5,5) erhielt. Vor allem bei Nässe schneiden beide Modelle schlecht ab. Der Fahrer eines Wagens mit solchen Reifen muss der Stiftung Warentest zufolge einen erhöhten Bremsweg in Kauf nehmen, was in kritischen Situationen nicht besonders wünschenswert ist. Außerdem wird die Lenkung des Wagens deutlich schwieriger.
  • Der Federal Himalaya WS-1 (53 Euro), mit der Note Mangelhaft (5,5) schneidet in allen Punkten schlecht ab – die Stiftung Warentest rät von diesem Reifenmodell eindeutig ab.

Die schlechtesten Winterreifen der Größe 205/55 R16H im Test

Der Firestone Winterhawk 2 (durchschnittlicher Preis 103 Euro), der Goodride SW602 (48 Euro), der Kenda Polar Trax KR19 (63 Euro) sind die Verlierer im Test der 205er-Reifen.

  • Der Firestone Winterhawk 2 erhält immerhin noch die Note Befriedigend (3,2). Bei Schnee und Eis fährt der Reifen besonders schlecht. Gut ist er nur bei seinen Umwelteigenschaften.
  • Der Goodride SW602 mit der Note Mangelhaft (5,1) beschert alles, aber keine gute Fahrt und der Wagen liegt nicht stabil genug auf der Fahrbahn. Lediglich auf Schnee schnitt er gut ab.
  • Der Kenda Polar Trax KR19 bekam die Note Mangelhaft (5,5) und war damit der schlechteste 205er-Winterreifen im Test.

Tipps der Stiftung der Warentest für den Kauf von Winterreifen

Die angegebenen Preisen gelten nur für einen einzelnen Reifen, ohne Extras wie Felge oder Montage. Dabei gibt es laut Stiftung Warentest häufig Preisspannen von ungefähr 30 Euro. Um beim Kauf zu sparen, raten die Experten der Stiftung, Angebote von verschiedenen Händlern einzuholen und vor allem nach den Komplettpreisen mit Montage, Auswuchten, Ventil und Altreifenentsorgung zu fragen.

Außerdem rät die Stiftung Warentest, beim Kauf darauf zu achten, ob der Winterreifen mit einem „S“ versehen ist. Damit kennzeichnen die Hersteller besonders leise Reifen. Kleinwagenreifen bis 185 Millimeter dürfen seit dem 1. Oktober 2009 nur noch mit dieser S-Kennzeichnung verkauft werden. Ab 1. Oktober 2010 gilt diese Regelung auch für breitere Reifen bis 215 Millimeter und erst ab 2011 auch für noch breitere Reifen. Die meisten Reifen im Test waren allerdings bereits jetzt mit dem „S“ markiert, so die Tester.

Den ausführlichen Test finden Sie auf der Website der Stiftung Warentest. Bei Suite101 finden Sie zudem einen Artikel über Sommerreifen im Test.

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